Mio

Als wir noch in Hamburg wohnten, war Mio sehr oft unter meinem Bett. Es war ein optimales Versteck für ihn, da ich den Platz dort als Stauraum nutzte und Mio sich somit noch zusätzlich hinter 100 Sachen verstecken konnte. Außerdem wusste er, dass ich eine Weile brauchte, bis ich in die hinterste Ecke gekrabbelt bin, um ihm sein Diebesgut wegzunehmen.

Und Mio hat viel geklaut. Er war beinahe ein Kleptomane.

Es war der Morgen des 24.12. , als ich unter meinem Bett mal wieder ein verdächtiges Knistern hörte.

Also machte ich mich mit einer Taschenlampe bewaffnet auf unters Bett, um zu gucken, was sich Mio denn nun schon wieder geschnappt hat.

Als ich in der hintersten Ecke ankam sah ich Mio an etwas undefinierbarem knabbern.

Erst dachte ich, es wäre eine großer Haufen Teig, aber dann erkannte ich es: Es war unser gutes Fondue-Fleisch für den Heiligen Abend!

Das Fleisch lag vorher in der Spüle der Küche. Mio war damals noch sehr klein und wog nur vielleicht das Doppelte vom Fleisch.

Wie konnte ein kleiner Kater das Gewicht aus einem Waschbecken heben und dann an 3 Hunden und uns vorbeischmuggeln?

Mein Zimmer lag zusätzlich noch am weitesten von der Küche entfernt.

 

Zu solchen Zeitpunkten wünscht man sich wirklich, man hätte überall Kameras installiert ;-)

Mia